07
Aug.
Schuld
In sachter Dunkelheit umhüllt strömt blutgetränkte Schuld mir durch die Venen,
der klamme Wind streift gleichgültig durch das morsche Geäst,
nur das bleiche Leichentuch des Tages kennt mein innerstes Sehnen,
dass die gierige Kralle des Schmerzes mich nicht mehr umklammern lässt.
Tiefschürfende Bisswunden des Gewissens nächtigen auf zarter Seelenhaut,
peitschenhiebklingende Wortfetzen ertrinken in einem sorgenschweren Tränenmeer,
eine in Trümmern zerschlagende Vergangenheit erstarb ohne jeglichen Laut,
das kleine Sandkorn namens Glück versingt einsam im schwarzen Pech und Teer.
Ausgehungerte Luft verflüchtigt sich und hinterlässt atemlose Leere,
unruhig tickt die Lebensuhr ohne weitere Reserven qualvoll dahin,
benebelt rast der Blick durch vergangene Bilder, wo ich nicht verfallen wäre,
um das Geschehene ungeschehen zu machen, ist mein trauernder Herzenssinn.
Zitternde Hände verkrampfen sorgenschwer bei der Vorstellung sich zu entschuldigen,
um dem Falsum aus Liebe und Hoffnungslosigkeit für immer Einhalt zu gebieten,
aufrichtig der Blick nach vorne und nicht dem zweifelnden Seelenschmerz zu huldigen,
um den Menschen, den man liebt, wieder sein Zimmer im Herzen ewiglich vermieten.
HarryKlopperson 08/2011
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von andromedaz1337 gepostet